Wann muss ich beim Verkauf meiner Immobilie Spekulationssteuer bezahlen?

ACHTUNG: Der Verkauf Ihrer Immobilie ist steuerfrei, wenn er nicht unter die "Spekulationsfrist" und die "Drei-Objekt-Grenze" fällt.
Ausgenommen hiervon sind natürlich Veräußerungsgewinne beim Verkauf aus einem Betriebsvermögen, die generell steuerpflichtig sind.

1. Spekulationsfrist

Haben Sie die Immobilie vor Verkauf selbst genutzt,
bleibt der Veräußerungserlös steuerfrei. Voraussetzung ist allerdings, dass Sie Ihre Immobilie im Verkaufsjahr sowie in den zwei vorausgegangenen Kalenderjahren (auch angebrochene Jahre gelten) selbst bewohnt haben. Darunter fällt auch, wenn Ihr Ehe-oder Lebenspartner oder Ihre kindergeldberechtigten Kinder Ihre Immobilie bewohnt haben.

Haben Sie Ihre Immobilie vermietet oder Dritten überlassen,
bleibt der Veräußerungsgewinn steuerfrei, wenn zwischen Kauf und Verkauf Ihrer Immobile 10 Jahre und ein Tag liegen.
Die 10-Jahresfrist beginnt mit der Beurkundung des jeweiligen Kaufvertrages. Die Eintragung im Grundbuch ist nicht maßgeblich.

2. Die "Drei-Objekt-Grenze"

Steuern fallen an, wenn Sie innerhalb von fünf Jahren mehr als drei Immobilien verkaufen. Dann gehen die Finanzbehörden von einem gewerblichen Grundstückshandel aus, der gewerbesteuerpflichtig ist.

 

Spekulationssteuer fällt an, wenn Sie fremdgenutzte Immobilien innerhalb der Zehn-Jahresfrist verkaufen. Wie viel Steuern zu zahlen sind, hängt von der Höhe des Wertzuwachses und von Ihrem persönlichen Einkommenssteuersatz ab.

In der Berechnung werden die Anschaffungskosten (Kaufpreis und Kaufnebenkosten) und der Verkaufspreis gegenübergestellt. Dabei wird nicht nur die Differenz zwischen Verkaufspreis und Anschaffungskosten als Gewinn berücksichtigt, sondern es können auch geltend gemachte Abschreibungen während der Haltedauer in die Wertermittlung einbezogen werden.

 

TIPP: Am besten, Sie warten mit dem Verkauf, um der Spekulationssteuer zu entgehen. Danach verkaufen wir gerne Ihre Immobilie.