WEG-Reform ab 1. Dezember 2020. Verwalter und Eigentümer haben neue Kompetenzen
Nachstehend, aus unserer Sicht, die wichtigsten Änderungen:
- Die Eigentümergemeinschaft entsteht mit Anlegung der Wohnungsgrundbücher
- Anerkennung der Ein-Personen-Gemeinschaft
- Die Eigentümergemeinschaft ist Verwalterin. Der Verwalter ist organischer Vertreter der Gemeinschaft.
- Die Ladungsfrist zur Eigentümerversammlung beträgt jetzt mindestens drei Wochen
- Aufhebung der Eigentümerstimmenanzahl zur Beschlussfähigkeit für Erstversammlungen
- Einfacher Mehrheitsbeschluss zur Durchführung von baulichen Veränderungen
- Einfacher Mehrheitsbeschluss zur Änderung der Kostenverteilung von Instandsetzungen
- Rechtsanspruch eines einzelnen Wohnungseigentümers zur Durchführung von baulichen Maßnahmen zur
  Barrierereduzierung oder Errichtung einer elektrischen Ladestation für Kraftfahrzeuge
- Abberufungsmöglichkeit des Verwalters ohne wichtigen Grund
- bei vermieteter Eigentumswohnung Betriebskostenabrechnung mit dem Mieter nach dem WEG-Umlageschlüssel

Ab 1. Juni 2024 hat der Verwalter den Wohnungseigentümern eine Qualifizierung vorzuweisen.


ab 23.12.2020 
- Provisionsteilung bei Eigentumswohnungen und Einfamilienhäusern, s. § 565c BGB
- Maklerverträge bedürfen der Textform, s. § 656a BGB
Für den Verkauf einer Eigentumswohnung oder eines Einfamilienhauses sind wir ab sofort daran gebunden, mit Ihnen einen Maklerauftrag abzuschließen, unter Zugrundelegung einer Maklerprovision. Der mit Ihnen vereinbarte Provisionssatz wird auch mit dem Kaufinteressenten vereinbart. Wird mit diesem ein Provisionsnachlass vereinbart, wirkt sich dies automatisch zu Ihren Gunsten aus, s. § 656c BGB.
Sollte der Makler mit einer Kaufvertragspartei vereinbaren, für sie unentgeltlich tätig zu werden, darf er gem. § 656 I 2 BGB auch von der anderen Partei keinen Maklerlohn einfordern.

Unsere Dienstleistungen sind für Sie als Verkäufer von Mietshäusern, Gewerbeimmobilien und unbebauten Grundstücken weiterhin kostenlos.